Is it all about leverage?
Leverage kann eine finnische Hard Rock Band sein, muss aber nicht. Leverage wird gemeinhin bezeichnet als die Hebelwirkung einer Option, sowohl positiv als auch negativ. Ich komme auf diesen Begriff, weil mir nichts besseres dazu einfiel als ich mit einem Kollegen über das nächste bevorstehende Zielvereinbarungsgespräch diskutierte.
Es ging im Wesentlichen um das Durchsetzen einer Gehaltssteigerung, wobei ich feststellte, dass der Kollege nicht wirklich sicher war, wie er argumentieren sollte. Da fiel mir der Begriff Leverage ein, den auch Richard Shell in seinem Buch Bargaining for Advantage benutzt. Hebelwirkung als Mitarbeiter, sowohl positiv als auch negativ? Was nutze ich den meinem Unternehmen? Was nutzt mir mein Unternehmen, sprich welches Leverage ziehe ich aus meinem Job, aus meinem Unternehmen? Bob Woolf hat einmal gesagt: “Every reason the side wants or needs an agreement is my leverage-- provided I know those reasons.“ Das bedeutet: Leverage kann einem nicht nur dazu verhelfen Einvernehmen mit seinem Chef zu erzielen, sondern auch sogar Einvernehmen zu seinen Bedingungen. Aber nur, wenn Leverage groß genug, Howgh! Gilt es nicht für jeden einzelnen Mitarbeiter herauszufinden, wo er den Hebel beim Chef ansetzen sollte? Das gleiche gilt natürlich auch für den Chef. Allerdings sollte man in beiderseitigem Einvernehmen darauf achten, das die Hebelwirkung nicht beim Fingerhakeln draufgeht, bei dem der eine den anderen über den Tisch zieht und bei dem nur einer gewinnen kann. Als erster Schritt kann sicherlich helfen zu testen, welcher Verhandlungstyp man selber ist. Dazu hilft dieser Test. Anschließend kann man diesen Test für seinen Vorgesetzten ausfüllen, damit man schon etwas vorbereiteter in die Gehaltsverhandlung einsteigt. Wenn man über seinen Verhandlungsstil ein wenig besser Bescheid weiß sollte man aufschreiben, wo wirklich seine Hebelwirkung im Unternehmen liegt. Ist es die fachliche Kompetenz, die die Firma zu Geld machen kann und ohne die die Kollegen nicht auskommen können? Ist es das Übersetzen von Texten für die man sonst Geld beim Übersetzer bezahlen müsste? Ist es die charmante Art Kunden zu begegnen? Ist es das strategische Denken und die daraus resultierenden Vorschläge, die den externen Berater ersetzen? Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden! Aber Fragen stellen und Antworten bekommen -die zum Ziel führen- können auch Kollegen geben, indem man einfach mal offen fragt, was man an dem Kollegen denn nun überhaupt schätzt? Und dann sollte man diese Frage auch dem Chef nicht vorenthalten. Den er ist derjenige, den es zu überzeugen gilt!
Artgerechte Haltung von Menschen-Aufbrechen!
Artgerechte Haltung von Menschen- Ein Thema viel diskutiert und kritisiert von Prof. Gunter Dueck, Chef Technologe bei IBM. Es lohnt sich seinen Newsletter Daily Dueck zu abonnieren. Dueck beschreibt in seinem neuen Buch Aufbrechen! die Notwendigkeit der Transformation von der Dienstleistungsgesellschaft zu einer Wissensgesellschaft mit Hochbildung (Studium)für alle. Er erklärt in seinem Buch warum es wichtig ist die Junge Generation mit Wissen auszustatten, um nicht im Zuge der Computerindustrialisierung eine austauschbare Arbeitsmarionette zu werden. Ich habe Prof. Dueck während meiner Zeit bei IBM kennen gelernt. Dieser Mann geht durch die IBM mit seinem Spirit und hat wirklich die Gabe Menschen zu begeistern. Seine Bücher sind wirklich empfehlenswert. Angefangen habe ich mit Wild Duck, Omnisophie, Das Sintflutprinzip, E-Man und Abschied vom Homo Oeconomicus. Erstmal ein Buch von ihm gelesen bekommt man Lust auf mehr. Dueck versteht es komplizierte Sachverhalte sehr verständlich auszudrücken. Was ihn aber zudem noch ausmacht ist seine herzliche und freundliche Art mit Menschen umzugehen. Mehr zu Dueck unter www.omnisophie.com
